Clean Code in Theorie und Praxis: Eine evidenzbasierte Untersuchung seiner Wirkung auf Codequalität
Abstract
Wachsende Softwareprojekte führen zu einer stetig steigenden Komplexität. In der wissenschaftlichen Diskussion werden Clean Code-Prinzipien als eine zentrale Maßnahme zur Sicherung und Verbesserung der Codequalität betrachtet. Entwicklerinnen und Entwickler verbinden mit sauberem Code vor allem eine erhöhte Verständlichkeit, Lesbarkeit und Wartbarkeit. In der Praxis werden diese Prinzipien jedoch häufig vernachlässigt – sei es aufgrund von Zeitdruck, knappen Ressourcen oder fehlender Priorisierung seitens des Managements.
Während sich in der Literatur zahlreiche qualitative Aussagen zu den Vorteilen von Clean Code finden, bleibt die empirische Evidenz hinsichtlich seiner Wirkung auf die Wirtschaftlichkeit bislang begrenzt. Insbesondere der Zusammenhang zwischen Codequalität, technischer Schuld und Produktivität ist zwar vielfach thematisiert, jedoch nur teilweise systematisch belegt.
Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Literaturübersicht, wie Clean Code mit zentralen Qualitätsmerkmalen von Software in Verbindung steht, welche Rolle er bei der Entstehung und Vermeidung technischer Schulden spielt und welche Chancen sowie Herausforderungen sich in der praktischen Anwendung ergeben. Ziel ist es, die vorhandene Forschung kritisch zu bündeln, Widersprüche sichtbar zu machen und damit eine Grundlage für weitere Untersuchungen zu schaffen.
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